Die Bodenseeregion mit Start und Ziel in Konstanz

Ob es das Großherzogtum Baden, die Republick Baden oder das Badener Land im Bundesland Baden-Würt-temberg ist, darauf ist getrommelt und gepfiffen. Die Badener haben noch einmal 1970 in einer Volks-abstimmung mit ca. 82% dem Verbleib in BW zuge-stimmt. Jede Region, jede Bevölkerungsgruppe oder ethnische Minderheit hat ihre Tradition, ihren Stolz der meist historisch fundiert ist. Wir fuhren an den Bodensee und stellten fest, dass Badenser und Schwaben recht unterschiedlich ticken und sich nicht grün sind. Das ist bei den Kölnern mit den Düsseldorfern, den Preußen mit den Sachsen oder den Bayern mit ihrem Horizont bis zur "Weißwurscht-grenze" so! Egal, wir handelten nach dem alten Sachsenlied von Jürgen Hart "Sing mei Sachse sing", in dem es u.a. heißt "Der Sachse liebt das Reisen sehr - drum fährt er gerne hin un her..., awa mer kumme jezed nab zu eisch!

Am 22.06.2016 um 9:20 Uhr war es endlich soweit, dass Dieter und ich per Schiene in Richtung Bodensee aufbrachen. Der geneigte Leser wird sich fra-gen, wieso eigentlich „endlich“? Hier die Antwort:

Schon seit dem ersten Zusammentreffen mit meinem fb- Freund, dem Fotografen Martin Buschmann zum Länderabend „Thema Marokko“ von WORLD INSIGHT im April 2014 im art´otel Dresden versprachen wir Martin, dass wir ihn in seiner Heimatstadt Konstanz besuchen würden. Im Januar 2015 zur Katalogpräsentation (u.a. Kambodscha) untermauerten wir unser Vorhaben und reichlich ein Jahr später war dann soweit. Wir machten uns enthusiastisch auf die Socken.

Kurz um, bei Zeiten (21.04.16) gebucht, fuhren Dieter und ich mit der viel und oft zu recht ge-scholtenen DB für 114,75 € Hin- und Rückfahrt für beide (kaum zu glauben, oder?) mit mehrmaligen Umsteigens von ICE/Regio Bahnen. Die 676 km nach Konstanz vergingen recht schnell und wir waren fast pünktlich, 18:35 Uhr am Ziel. Martin holte uns vom historischen Bahnhof Konstanz ab. Herzliche Begrüßung und ab ging's ins "Quartier" Gasthaus Wallgut auf ein paar Willkommens-Bierchen, denn es gab ja recht viel zu schwätze! Erste Überraschung, wir konnten gezapftes Pilsner Urquell trinken!

Markus und Sylvia Hensler vor ihrem Gasthaus Wallgut, wir bekamen Tschechen Limo "Pilsner Urquell" serviert
Markus und Sylvia Hensler vor ihrem Gasthaus Wallgut, wir bekamen Tschechen Limo "Pilsner Urquell" serviert

Tags darauf, nach aus-giebigem Schlaf im Pa-radies (Stadtteil von Kon-stanz), war es an der Zeit, unseren Mietwagen im Industriegebiet von Konstanz ab zuholen. Nach dem zauberhaften Frühstück durch Frau Hensler kredenzt, gingen wir, wie vereinbart die rund 550 m bis zu Martins "Foto Art" Studio - Mehr als scharfe Bilder, auf der Turnierstr. 1A, bei bestem Wetter, zu Fuß. Zum ersten Mal sahen wir nun die Wirkungsstätte von Martin Buschmann und Angelika Kessler und staunten gewaltig. Was man mit Kreativität und Willensstärke doch nicht alles aus einer im Hinterhof gelegenen einstigen Maschinenfabrik machen kann. Fazit: Ein grandioses Fotoatelier mit weiträumigen Betätigungsplätzen.

Bildergalerie - FOTO ART - Mehr als scharfe Bilder und my reisefotografie.de in Konstanz

Es wurde Zeit, wir mussten unsere für 11 Tage angemie-tete Benzindroschke Hyundai i20, welches ich schon bei Zeiten reservierte, im Indu-striegebiet von Konstanz bei Avis/Budget abholen.

Martin fuhr uns freundlicher Weise dort hin. Die Übernah-me/Übergabe gestaltete sich problemlos. Als gebranntes Kind bei Hirecars im Ausland, suchte ich ak-ribisch nach jeder eventuellen Schadstelle, auch unters Auto schaute ich. Zufrieden und mit dem Wunsch einer guten Fahrt durch den freundlichen Vermieter, Herrn Reithinger, fuhren wir in unsere befristete Bleibe. Diese Autovermietung in Konstanz, der avis budget group kann ich Urlaubern nur empfehlen. Das Preis/Leistungsverhältnis und der Service stimmten!

Die Freiheitsglocke vor der Kirche, wurde etwa 1955 vom Turm geholt
Die Freiheitsglocke vor der Kirche, wurde etwa 1955 vom Turm geholt

Nach einer angemesse-nen Ruhepause machte wir beide uns auf die Socken in Sachen Stadt-erkundung per pedes! Mit Hilfe des Stadtplans, von Martin bereit gestellt, gingen wir vom Paradies in die Altstadt und nach Niederburg. Er ist der äl-teste Stadtteil, er wurde bereits 1176 nachweisbar erwähnt.

Zuerst führte uns der Weg per pedes zum Lu-therplatz (V+R) Cash Machine, Money ziehen und zur 1865-1873 im romannischen Stil erbauten Lutherkirche, der ältes-ten evangelischen Kirche von Konstanz.

Die Freiheitsglocke mit dem Badischen Wappen wurde 1872 vom Großherzog Friedrich I. von Baden gestiftet.

Dicht bei der Lutherkirche, im 

Bereich von "Obere und Unte-re Laube" steht das am 6. Juni 2015, zum 600. Todestag ein-geweihte Denkmal für den böhmischen Theologen und Reformator Jan Hus.

Jan Hus wurde 1415 als Ketzer verurteilt und auf dem Schei-terhaufen verbrannt!. Bereits 1411 wurde er schon mit dem Kirchenbann belegt.  

Das Konstanzer Konzil dauerte fast vier Jahre, welches vom römisch-deutschen König Sigismund einberufen wurde. Es sollte die schmerzliche Kir­chen­­spaltung über­­­winden helfen. Am 05.11. 1414 wurde es eröffnet und nach 45 Sitzungen am 22.04.1418 durch den neu gewählten Papst Martin V. beendet.  Als Tagungsort wurde das da-mals neutrale Konstanz bestimmt.

Die über 72.000 Konzilbesucher verhalfen seiner Zeit der Stadt Konstanz (damals rund 6000 Einwohner) zu einem beträchtlichen wirtschaftlichen und kulturellen Ansehen. Sie kamen um die Kirche zu einen. Aber auch, um Ketzer zu verbrennen und Kurtisanen zu konsumieren. Das Geschäft florierte, siehe auch die "Imperia" im Hafen, die "eigentliche" Königin des Konzils, die Verkörperin der Doppelmoral!

Wenn man die Stadt, die Konstanzer Altstadt durch-läuft, dann galangt man, auf welchem Weg auch im-mer, zum Bodensee, zum Hafen und zum Port Konstanz.

Und schon von weiten erkennt man an der Hafen-einfahrt die sich drehende, umstrittene Statue der "Imperia"  aus 1993. Sie steht im engen Zusammen-hang mit dem Konstanzer Konzil von 1414 bis 1418. Hier kommt man als Tourist auch zum ersten mal mit dem Namen Peter Lenk (deutscher Bildhauer aus Bodman-Lud-wigshafen) in Berührung. Wer den Bodensee umrundet, wie wir es taten oder mit dem Schiff verschiedene Häfen anfährt, der wird anderen Orts noch öfter mit seinen provokanten "Werken" konfrontiert. In Konstanz existiert von ihm auch noch der Laubebrunnen an der "Unteren Laube", gewöhnungsbedürftig, finde ich - fanden wir - vor allem ist fast alles zu sexistisch angehaucht.

Bevor ich jedoch mit meiner Bildergalerie über die Altstadt von Konstanz beginne, muss ich hier über ein Highlight,  ein Fa-belwesen schreiben.

Seehas, nicht zu ver-wechseln mit dem Fisch Seehase. Das Mischwesen aus Hase und Fisch ist die Bezeichnung für ein traditionelles Fabel-tier des Bodensee- raumes. Künstlerisch dargestellt und für die Nachwelt in Bronze nach gebildet am Kaiserbrunnen auf der Konstanzer Marktstätte.

Auch werden die Einheimischen der Region des nördlichen und westlichen Bodenseeraums scherzhaft so genannt und so manche Narrenzunft trägt „Seehas“ in ihrem Namen. Friedrichshafen huldigt seit 68 Jahren alljährlich diesem Fabelwesen das „Seehasenfest“! Der zottelige und langohrige Geselle, der, so sagt man, einmal im Jahr aus den Tiefen des Bodensees emporsteigt, um den Kindern der Stadt viel Freude, ein Lächeln, vor allem aber den begehrten Hasenklee/Sauerklee zu schenken. Hurra hurra, der Seehas ist da, du kommst vom blauen Bodensee und bringst uns heut den Hasenklee, Seehas bleib da! So lautet eine >Strophe vom Seehaselied.

 

Last but not least wurde der S- Bahn zwischen Konstanz und Engen, nach Publikumswettbewerb, der Name SEEHAS verpasst, originell fanden wir! Erst nach unserem Besuch der Bodenseeregion kapieren wir Martins Hinweis, der Seehas fährt uns von Singen nach Konstanz! Wir habens jetzt geschnallt!

Bildergalerie - Impressionen aus der Altstadt von Konstanz und der Niederburg

Meine Einstellung zur Problematik Graffiti ist eher negativer Natur. Das ist vor allem der Tatsache ge-schuldet, dass diese fast ausschließ-lich mit den uns bekannten Schma-dereien/Schmierereien an Häusern und anderswo in Verbindung ge-bracht wird. Anders sieht das allerdings mit den künsterlerischen Arbeiten von Emin Hasirci in der Rheinbrückenunterführung in Kon-stanz aus, die am 17.06.2014 fertig gestell wurden. Sie stehen allsamt in Verbindung mit dem Konzil anno 1414 bis 1418. Im dritten Jahr des 600 jährigen Jubiläums hier in Konstanz, liegt dere Themenschwerpunkt auf der "Imperia" und dem "Lebendigen Mittelalter"! Konstanz ist vermeintlich die einzige Stadt weltweit, die einer Prostituierten in solch brisanter Art und Weise Ehrerbietung zeigt, bemerkenswert und einzigartig ist das schon.  

Diese Graffiti Kunstwerke ha-ben mich/uns insofern auch berührt und angesprochen, da uns zum wiederholten mal der Name und Prediger Jan Hus über den Weg lief! Er kritisierte schon  zu Leb-zeiten das weltliche Besitztum, die Habsucht und das lasterhafte Leben des Klerus, der Kirche im Allgemeinen. Am 06.07. 1415 bezahlte er dies, als Ketzer ge-ächtet, in Konstanz, wegen der Verwehrung der Abschwörung seiner Lehren, mit der weltlichen Hinrichtung, dem Feuertod. Der Deutsche Martin Luther (Urheber der Reformation) und in gewisser Weise der Schweizer Hudrych (Ulrich) Zwingli führten die Hus´chen Lehren erst hundert Jahre später zum Erfolg und reformierte die Kirche. Mehr dazu in den einzelnen Links.

Mir erschien es als eine Notwendigkeit, das Video über die Entstehung der Graffiti Pentalogie zur Konzilstadt Konstanz >5 Jahre - 5 Köpfe - 5 Themen< durch Emin Hasirci hier, hier an dieser Stelle zu zeigen

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Rathaus der Stadt Heidenau in Sachsen
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