Mein Prostatakarzinom, die Behandlungen, die Erkenntnisse und die Rehabilitation

Wie erkläre ich dem Leser, dem Betrachter unserer Website, dass die im Laufe des Lebens erworbene Routine, das Wissen über komplexe Zusammenhänge (meist der Übermittlung der Eltern, dem erlernten Beruf, der eingeschlagenen Studienrichtung oder dem persönlichen Interesse geschuldet) einer altersabhängigen Weisheit bedarf. Eigentlich garnicht, es weiß jeder selbst.

Was hat mich im zarten Alter von 17 Jahren (Foto) interessiert, was ich essen und trinken sollte um im Alter noch gesund und rüstig zu sein. Ja was hat uns das Alter überhaupt interessiert?

Im "Tal der Ahnungslosen" (Dresden) gebo-ren und groß geworden, war ein Freigeist in Sachen Erkundung von Land und Leute fern ab der DDR vergeudete Liebesmüh. Die Parteibonzen in Wandlitz konnten uns mal! Ich wurde junger Bergsteiger und genoss die relative Freiheit unter Gleichgesinnten im Elbsandsteingebirge und Nordböhmen.

Was ich darf und was nicht, reduzierte sich ausschließlich auf politische und ge-sellschaftliche Dinge. Die Fähigkeit, die Signale seines Körpers zu deuten wenn´s mal weh tat und gegebenenfalls einige Dinge ganz anders zu machen, war nicht ausgeprägt, noch nicht. Wir/ich lebte "auf Teufel komm raus" und Risiko, was war das doch gleich?

Die Sorge um das vorher Genannte setzte erst als Familienvater ein, bei mir im 24. Lebensjahr.

Die Latte des falsch geführten Lebens, quarzen, saufen, futtern, lange Tage und kurze Nächte (Drogen gab es nicht) war lang, es hat mich nicht gejuckt!

Kinderkrankheiten hatte ich fast alle, vom Schar-lach bis zum Mumps/Zie-

genpeter, Tonsillen, beide entfernt 1953! Einige Frakturen, Kreuz- und Seitenbandruptur, Appendektomie (Blinddarm), Achil-

lessehnenruptur li. 1994, Spinalkanal Stenose (LWS) und andere altersbedingte Wehwehchen, die ich mal weg gelasse. Der Alters-check mit der Krebsvorsor-geuntersuchung 2008 inkl. Blutanalyse mit PSA Wert (prostataspezifisches-An-tigen)=5,07 ng/ml war der Hammer. Die ernüch-ternde Aussage des Uro-logen, ich hätte ein Kar-zinom in der Prostata. Die absolute Gewissheit brach-te die erste Biopsie Anfang 2009, Resultat: Prostatakarzinom (nachfolgend PCa genannt), lokal begrenzt, Gleason Score  6, Grad GIIa. Ich war geschockt! Ich wurde nun in eine fortlaufend, turnusmäßige PSA Überprüfung eingebunden. 

Ergo, über ein laufendes Jahr trat gedanklich mein Karzinom in den Hintergrund, da ich auch unter keines der bekannten Symptome litt!

 

Im Jahre 2009 waren wir auch zum zweiten mal im schönen Marokko und in Marrakech kam ich erstmals mit dem "Flüssigen Gold Marokko´s" dem Arganöl in Berührung. Seine präventive Wirkung, die in ihm enthaltenen Antioxidanzien mit den Schutz vor Krebs ließen es mich kaufen. Seit dieser Zeit trinke ich täglich (heute immer noch) einen Esslöffel davon. Für mich ist dies der Grund, dass das Karzinom sich nicht weiter ausbreitete und keine Metastasen (Lymphsystem & Knochen) bilden konnte.

Doch die alljährliche Auswertung der Blutana-lyse im Zusammenhang mit dem PSA Wert ergab einen kontinuierlichen Anstieg, der am 27.04.15 auf irre 17,4 ng/ml kletterte.

Die anschließende 3. ambulante Biopsie, eine schreckliche und recht schmerzliche Prozedur finde ich, fand statt und brachte keine ver-wertbaren Resultate! Also nun ging es per KH Einweisung in die Urologosche Klinik Carl Gustav Carus (CGC) Dresden zur ultraschall gestütz-ten TRUS transrektalen 12 Zylinder Biopsie. Ergebnis PSA 16,18 ng/ml, Prostata 55 x 42 x 55, links peripher ein ca. 5 mm großer Karzinom.

Das Arztgespräch am 12.11.15 ergab, ich wäre ein Hochrisikopatient mit einer PIRADS 4 Läsion und müsste schnell operiert werden! Das aber wollte ich nicht! Ich entschied mich für die Bestrahlung! Es wurde akzeptiert und ich begab mich sofort in die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Uni-klinik CGC auf der Händelallee 28, in Drersden Haus 44 zwecks Vorstellungstermin, ich wurde ja schließlich gesagt, ich sei ein "Hochrisikopatient"!

Als ich mich (mit meiner Frau) Anfang Januar 2016 in der Strahlenklinik der Uniklinik CGC Dresden beim einweisenden OA Dr. Hölscher vorstellte und dort erfuhr, wie das Procedere in Sachen Bestrahlung des PCa von statten geht, da ahnte ich noch nichts schlimmes. Ich erhielt eine "Unterweisung" über Ablauf, Dauer, Vor- und Nachbehandlung und der Bestrahlung selbst. Ich entschied mich für die neue Protonen- Therapie! Über die Hormontherapie vor und nach der Be-strahlung (...die Testosteronproduktion in den Hoden und Nebennieren wird unterbunden) wurde wenig, fast nichts erzählt!

Über ein evtl. gleichzeitiges Auftreten von unangenehmen Symptomen wäh-rend der Hormontherapie wurde ich oberflächlich, jedoch vollkommen unzu- reichend in Kenntnis gesetzt! Unbeschreiblich, wie schlimm das war!

Gewiss, jeder Mensch reagiert anders, doch dass die Hormontherapie so eine Hölle für Körper, Geist und Seele sein kann, enthielt man mir vor!

 

Man sagt zu dieser Therapie auch "Medikamentöse Kastration"!

 

Die Symptome der Nebenwirkungen machte mir schwer zu schaffen! Über die Höllenqualen, die mir Bicalutamid 150 und vor allem Entanone 11,25 mg 3- Monatsdepot beibrachten, will ich mich hier nicht weiter äußern, die Grafik verrät es! Nach einem halben Jahr, die Bestrahlung hatte ich noch nicht erhalten, stieg ich in Abstimmung mit meiner Frau und meiner Urologin vor Ort aus! Ich entschied mich nun doch für die "radikale Prostatatektomie"! Es war gut so!

Nach der langen Odys­see von CT, PET-CT, MRT, Szintigraphie, EKG, Biopsie, Blutanalysen und meine Umentscheidung von der Strahlentherapie hin zur klassischen Operation trug dazu bei, war es dann soweit. Am 03.08.16 ging ich ins 

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Klinik und Poliklinik für Urologie Haus 27 URO-S 3 und meldete mich bei der Sationsschwester Iris Nier. Die kannte ich ja bereits von meinem Kurzaufenthalt in 11/15.

Das Aufnahme Procedere gingproblemlos von statten und tags darauf, früh 7:30 lief der Countdown für die OP. Bevor ich "entschlummerte" entsinne ich mich noch an die schmerzhaften Versuche der Anästhesisten den Schmerzkatheter in die Nervenbahnen des Rückens zu platzieren, es misslang.

An dieser Stelle gilt mein Dank dem gesamten Operationsteam unter der Leitung des OA Dr. Zastrow (Foto). Er suchte mich auch in der urologischen Wachstation auf und informierte mich über gewisse Komplikationen während der OP. Verwachsungen im Operationsbereich von Netzimplantaten aus vergangener Zeit führte zu Blutverlusten (2 Transfusionen-EK) und erschwerten Bedingungen. Die OP war erfolgreich/ich glücklich!

Am 07.08.16 wurde ich wieder in die urologische Normalstation verlegt. Der stationäre Aufenthalt zwischen 7. und 10.08. war für mich ein Horrorszenario im Ertragen von Kopfschmerzen. Ich bekam verschiedenste Tropfen u. Ta-bletten mit dem Resultat, ich übergab mich! 

Mein "Klagen" bei den tägl. Arztvisiten blieb ohne Reaktion, leider. Hier will und muss ich unbedingt Dr. Maximilian Rich-ter lobend erwähnen, er nahm sich die Zeit zur Recherche dieses Phänomens und befreite mich mittels Infusion von diesen Qualen.  

Ein hinzugezogener Neurologe und die abschließende Schädel MRT ergaben keine auffälligen Befunde.

Nach meinem Dafürhalten lag dies an der, während der OP verabreichten 2 GAP und der Transfusion von zwei Erythro-zytenkonzentraten.

Mein Dank gilt im Besonderen auch dem Schwestern- und Pflegepersonal der URO S3 und allen Personen, die sich um das Wohl der Patienten kümmern, Versor-gung und Reinigung inklusive. Das patientennahe Verhalten, die Umgangs-form und sachliche Information des Herrn Dr. Proschmann sowie PJ Student Karthein fand ich ausgezeichnet, deshalb erwähne ich sie hier!

Das Kapitel Klinik/Poliklinik für Urologie in der Uniklinik Dres-den beende ich mit einem Dankeschön an Frau Dr. A. Borkowetz, Stationsärztin der URO S3. Ich tat mich schwer, denn Patienten-nähe vermisste ich bei all ihren Visiten. Zur Abschlussuntersu-chung aber, auf dem Niveau Augenhöhe war es ganz anders, Sie sprach mit mir als ihren Patient, es tat mir gut - es geht doch! 

Die Anschlussheilbehandlung AHB in der Rehabilitationsklinik, im Reha - Zentrum Lübben

Quelle: Ausgesuchtes Prospektmaterial und Auszüge der Website des Reha-Zentrums Lübben und private Fotos
Quelle: Ausgesuchtes Prospektmaterial und Auszüge der Website des Reha-Zentrums Lübben und private Fotos

Die Mitarbeiterin des Sozialdienstes der Uniklinik Dresden, Frau Richter empfahl mir am Krankenbett die medizinische Nachsorge im Frühjahr 1996 eröffneten Reha-Zentrum Lübben (ich wollte nicht in die Klinik Bavaria nach Kreischa) wahr zu nehmen. Mich überzeugten die Größe (220 Patienten) der Einrichtung, der Lage und der patientenfreundliche Fahrdienst. Das Anschreiben zur AHB kam prompt und der Fahrdienst stand pünktlich am 30.08.16 vor der Haustür! Wir waren am Ende drei Patienten aus der Region Dresden Kreis Sächs.-Schweiz/Osterzgebirge.

Das Aufnahmeprocedere an der Rezeption lief zügig ab. Um in dieser Reha - Einrich-tung das TV benutzen und Zugang zum In-ternet WLAN bekommen zu können, hatte ich den laschen Betrag von 78,00 € berap-pen müssen. Für mich die pure Abzocke der Patienten. Hier nennt man das schlicht und ergreifend "Patientenentertainment" was man sofort, wenn man das will, in der Hauptkasse bezahlen! Ich nenne das eine Unverschämtheit

Ich wurde dem Fachbereich Onkologie zu-geordnet und schon bald betrat ich mit meiner Package das Zi. A 105, in welchem ich für 21 Tage wohnen sollte. An dieser Stelle ist meinerseits der OA Dr. Rieben-stahl hervor zu heben der, nicht nur in meinem Falle, Patientennähe bewies.

Außer der Onkologie existiert im Reha Zentrum noch der Fachbereich Orthopädie.

Auf die Diagnostik, u.a. Aufnahme- und Abschlussuntersuchung, die angemesse-nen wöchentlichen Therapiepläne die je-dem Patient zukommt, werde ich nicht weiter eingehen.

Wohl aber zur Physiotherapie/Beckenbodengymnastik des sehr guten Therapeu-ten Alexander Neu (die lag mir besonders am Herzen zwecks Stärkung der Becken-bodenmuskulatur vor Inkontinenz), zur Krankengymnastik/Physiotherapie in der kleinen Gruppe, zur Ergotherapie und zur ausgewogenen Verpflegung/Ernährung. Die Engagiertheit, die Fleißigkeit und Freundlichkeit des Servicepersonals ist unbe-dingt erwähnenswert!

Von solch einer positiven Be-wertung ist/war in meinem Fal-le die Ergotherapie ein Stück weit entfernt. Als ich begann, mich für die Gestaltung eines Weißkopfseeadlers (engl. Bald Eagle, das Wappenvogel der USA) mittels Ton zu entschei-den und ich den Therapeu-tinnen das Foto des Vogels zeigte, ahnte ich noch nicht das mich erwartende Debakel.

Die beiden wichtigsten Engobe Farben weiß und ocker waren nur noch als Fragmente vorhanden. Erst am letzten Tag wurde die zu spät bestellte Farbe geliefert, sodass ich einen bemalten aber ungebrannten Adler mit nach Hause nehmen musste. Letztendlich einigten wir uns auf einen Deal, den ich mit den Mitarbeiterinnen der Erotherapie aushandelte! Der Adler kam ungeschadet an!

Was wäre aber eine Rehabi-litationskur, wenn man sich unter Gleichgesinnten, zu den Mahlzeiten an einem Tisch sitzend, nicht näher kommt. Wir, zu viert er-gaben eine paritätische Ge-meinschaft zwei Sachsen und zwei Preußen!

Heike, Spandauerin, worauf sie  stolz ist, jetzt nördliche Randberlinerin und Dieter am südl. Stadtrand Berlins zu Hause - Kerstin, ~15 km nordöstl. von Chemnitz da-heim und ich aus Sachsens Hauptstadt (jetzt Heideau) ergaben eine herzhafte Mischung aus Dialekten, Charakteren und persönlicher Schnauze! Der alte Knacker war ich, Heike, Kerstin und Dieter um die Mitte bis Ende der Fünfzig standen noch im Arbeitsleben.

Dieter war der einzige Orthopädie Kurant, wir anderen drei gehörten zur onko-logischen Fraktion.

Die Heiterkeit, der Spaß und die Kurzweil waren fortan gebont! Kurz um, lustig war es fast immer. Ich hätte noch einige Tage länger in Lübben verbracht, schon we-gen der netten Truppe und - last but not least - hätte ich den Adler fertig gestellt!

Nach einiger Suche im Netz und im Telefonbuch, gelang es mir, die In-habererin der Deko Keramik Silke Rötzschke im Dorf Wehlen für das Brennen meines Bald Eagle Kopfes zu gewinnen. Das geschmackvolle und ordentliche  Werkstatt Ambi-ente, ja die komplette Handwer-kerscheune übermittelten uns ei-nen echt grundsoliden Eindruck. Nachdem ich Frau Rötzschke mei-ne Story erzählte und mein Kunst-werk zur fachmännischen "Begut-achtung" vorlegte, willigte Sie ein, obwohl Sie das sonst ablehnt. Nach einer reichlichen Woche erhielt ich einen Anruf, ich könne den Adlerkopf abholen, er sei recht gut gelungen. Mein aufrichtiges Dankeschön war/ist ihr gewiss. Sachsen untereinander helfen sich eben! Die Option für einen Kurs meldete ich bei Ihr an! 

Bildergalerie - Reha Zentrum Lübben, wir vier Kuranten und der tönerne Weißkopfseeadler

Am 20.09.16 verabschiedeten wir uns (Heike, Dieter und ich) voneinander, den mein Fahrdienst startete schon 7:45 via Dresden. Kerstin reiste schon am 14.09. ab und gab noch eine Runde Getränke im Café "Lichtblick" aus. Es war ein bisschen schmerzlich, denn Abschied tut etwas weh! Nun waren wir nur noch drei!

 

Ich würde es begrüßen, wenn wir vier uns zu gegebener Zeit (vielleicht im Frühjahr 2017) einmal treffen könnten. Die Organisation würde ich in die Hand nehmen. Was meint ihr zu dem Vorschlag?

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