Amorphophallus Konjac

...oder auch Tränenbaum, Teufelszunge, Drachenpflanze, Voodoo Lilie, Schlangen Palme, Leoparden Arum, Yamswurzel, Konnyku und Regenschirm Arum

Wie kam ich zur Knolle

Wie bereits an anderer Stelle unserer Home-page erläutert, bekam ich im Jahre 1985, während einer Camper Tour durch damalige CSSR, in der Region Südmähren von der dor-tigen Herbergsmutter auf meine Anfrage hin, einen Ableger ihres großen Tränenbaums geschenkt. Ihre Pflanze hatte mindestens eine Höhe von 1,20 m und einen Schirmdurchmesser von 0,90 m. Weil mir diese, bis dahin unbekannte, attraktive und exotisch aussehende Pflanze so sehr imponierte, bat ich um einen Ableger, ein "Kind" dieser Mutterpflanze.

Beim Folgebesuch im Herbst des gleichen Jah-res wurden mir zwei ca. 3 cm große Knollen überreicht die von mir "Marie 1 + 2" getauft wurden. Das war der Name der sehr freundli-chen mährischen Gastgeberin. Fortan hießen all meine Zöglinge Marie und Verwandte, Freunde und Bekannte, die ich in den Folgejahren mit kleinen Nachwuchsknollen erfreute, nannten ihren Tränen-baum ebenso.

Ich schreibe hier bewusst den Namen Tränenbaum, weil mir der einst Frau Marie diesen Namen nannte. Der wissenschaftliche Name Amorphophallus konjac war ihr nicht bekannt. Dass der Wortbestandteil Amor, darin vor-kam, wusste sie. In der "compu-terlosen Zeit" vor der Wieder-vereinigung und in der mir zu-gängigen Fachliteratur fand ich nicht verwertbares zum Namen meiner Pflanzen, Marie 1 und 2. Wie ich mit den Knollen umzugehen hatte, zeichnete mir Marie auf einen Zet- tel, da ja die Sprachbarriere eine verbale Erläuterung nicht zuließ! Nach dem Umbruch verloren wir uns aus den Augen. Meine Tränenbäume gediehen indes prächtig!

Mittlerweile wusste ich ja, dass die "Marie´s" in den tropischen und subtropischen Regionen Ost- und Südostasien´s zu Hause sind! 

Während meiner ersten großen Fernreise 1996 nach Australien sah ich meine "Marie" erstmals wieder auf einen Foto während des Stopover auf dem Airport in Singapur. Einige mal auch auf Bauernmärkten etc., wo kleine Nachwuchs- knollen verkauft wurden. Im Jahre 2008 dann, als uns die Reiselust erneut nach Australien verschlug, sah ich sie u.a. in Gärten und Parkanlagen in Bangkok und in Singapur. Mein eigener Fundus war inzwischen so groß, dass ich mich nicht um neue Knollen bemühen brauchte.

Im Juni 2013 nun, als mein Freund und ich auf den Philippinen weilten, sah ich im Regenwald bei Valencia (Provinz Negros Oriental, Cuernos de Negros) zum ersten Mal das Aronstabgewächs, Amorphophallus kon-jac in der freien Natur, auf freier Wildbahn so zusagen! Meine Freude war riesig und ich habe sehr viele Fotos von dieser außer-gewöhnlichen und kuriosen Pflanze gemacht. Nach 28 Jahren meines Umganges mit dem Tränenbaum lief mir diese Pflanze, im Schoß der Natur verborgen, erstmals über den Weg. Ist das nicht ein Grund zur Freude!

Zur Pflanze selbst:

Der Tränenbaum (alle weiteren geläufigen Namen stehen unter der Überschrift) oder anders Amorphophallus Konjac ist ein Mit- glied der Familie Philodendron (Araceae) die aus einer Knolle heraus wachsen. Sie kön- nen bis zu 25 kg? schwer und 30 cm? Durch- messer groß werden.  Ausjeder Knolle treibt ein einziges, sternförmiges, dreigliedriges Blatt auf einem hohen, fleckigen Stiel thronend, empor. Der fleischige Stiel ist interessant fleckig rosa - grau - bis olivgrün meliert. Die jeweiligen Blattstiele bestehen aus einem horizontalen und in drei Segmenten vertikal abzwei-genden Blattstielen auf der wiederum verzweigt, tief eingeschnittene Blätter/Blättchen angeordnet sind. Die doppelt gefiederten Blätter lassen eine dachähnliche Optik enstehen.

Die Spannweite der Blattstiele mit Blattwerk (stets nur eine Vegetations- periode) ist von der Größe der Knolle abhängig und kann schon bis zu 4 m betragen. Bei mir brachten es die Pflanzen bis auf eine Spannweite von immerhin 70 cm bei einer Wuchshöhe von 1,60 m!

Hier zeigt es sich, dass der schattige Standort gut gewählt sein muss, denn die Ausmaße der Pflanze sind in fortgeschrittener Vegetationsperiode nicht mehr wohnraumtauglich!

Im Spätsommer bzw. im Herbst altern Stiel und Blattwerk bis sie verwelken.

Wenn die Knolle (bei mir waren es 7 bzw. 8 Vegetations- perioden) alt genug, groß, schwer und erwachsen ist (die Angaben über Gewicht ~500 gr. und Durchmesser sind z. T. sehr unterschiedlich) treibt aus ihr (ohne Zutun) ein dicker Stiel mit zerzausten, braun - rotbraun bis violetten Kelch- bzw Hochblatt (Spatha) und einem fleckigen, von blass grün bis rot/violett gefärbten, fleischiger Blütenstand (Spadix). An dessen Unterseite, im Kelch so zusagen sind weibliche (unten) und männliche (oben) exakt übereinander angeordnet. Die Pflanze produziert einen süßlichen, aß ähnlichen Geruch. In freier Natur soll dieser die Aasfliege anlocken, die als natürlicher Bestäuber dient! Der Geruch kann fast vermieden werden, indem man den Blütenstand mit einer Plastiktüte einpackt. Kurze Zeit später geht der Blütenstand ein und lässt sich, vertrocknet, gut von der Knolle lösen. Nach ca. einen Monat beginnt, wie stets, das Blattwerk s.w.v.g. zu sprießen. 

Der Tränenbaum bildet während der Vegetationsperiode Toch-terknollen, die nach Ablauf der Vegetationsperiode mit der Mutterknolle nicht mehr verbunden sind und für die neue Aufzucht verwendet werden können.

Die Knolle ist reich an Glucomannanen (Polysacchariden). Sie zeigt hervor- ragende filmbildende Eigenschaften und wirkt hydratisierend. Besonders in Japan wird die Konjakwurzel in der Lebensmittelindustrie genutzt. In der EU wird das Mehl der Konjakwurzel (Konjakmehl) als Lebensmittelzusatzstoff E 425 gehandelt. Konjak-Mehl ist das Lebensmittel mit der größten Dichte überhaupt, d.h. es hat ein geringes Volumen und ein hohes Gewicht. 

Die Konjakwurzel wird aber auch häufig für kosmetische Produkte benutzt.

  • Licht: halbschattig, kann auch im Freien an einem geschützten Standort stehen.
  • Temperatur: normale Zimmertemperatur, die Knollen im Winter frostfrei lagern.
  • Feuchtigkeit: In der Wachstumsphase mäßig feucht halten. Die Knollen im Winter trocken lagern.
  • Vermehrung: durch Abnehmen der an den Trieben gebildeten Tochter- knollen
  • Erde: humoser Blumenerde

Erwachsene Kollen die, wie bei mir 13 cm Durchmesser erlangten, setzen wir in einen passenden Topf, stopfen zwischen Knolle und Topf Küchenrollenpapier und stellen sie Ende Februar unter das Fenster. Der Erfolg der getriebenen Blütenstände war über-zeugend!

 

Pflanzung und Pflege: 

Die Spitze einer Konjak Knolle muss immer deutlich (ca. 3 cm) unter der Bodenoberfläche sein, da die Wurzeln von oben entstehen und die Knolle sichern, um die langen Blätter und/oder den Blütenstand tragen. Zu diesem Zweck wachsen die ersten Wurzeln sehr schnell und hori-zontal. Nachdem sie in voller Länge erreicht haben, beginnen sie die Pflanze zu sichern und zu stabi-lisieren, dann erfolgt die Entwicklung von Siel und Blattwerk. Diese Phase ist notwendig, da die Entwicklung der Blätter die meisten Resourcen ver-braucht.

Dieser gesamte Pflanzenaufbau ist sehr instabil und hat einen großen Bedarf an der kontraktilen Wur-zeln. Die Knollen müssen in tiefe Töpfe gepflanzt werden, da der später einsetzende Vertikalwuchs der Wurzel nach unten Platz hat. Wenn der Topf nicht tief genug ist, wird der Knolleboden gegen den Topfboden gedrückt und evtl. verformen. In der Regel beeinträchtigt das nicht die Gesundheit der Knolle. Das Problem aber ist das überschüssige Wasser, was häufig im Topfboden existiert und der Grund örtlicher Verrottungen von Teilen der Knolle ist. Der Durchmesser des Topfes sollte mindestens doppelt so breit wie der Knollendurchmesser sein.

Die ideale Dünger ist einer mit einem hohen Phosphatgehalt, der das Knollenwachstum anregt. Das Knollengewicht sollte sich pro Saison min-destens verdoppel!

Die Konjac Knollen sind relativ resistent gegen überschüssiges Wasser und mittelfristiger Trockenheit. Ich habe es schon erlebt, dass der Pflanze unsere 3 wöchige Abwesenheit im Urlaub nicht geschadet hat. In der Regel sollte der Erdballen im Topf nicht komplett austrocknen.

Die beiden größten primären Schädlinge von Amorphophallus Konjac im Anbau sind Nematoden und Wurzel- Wollläuse. Ich selbst hatte noch einen derartigen Befall zu beklagen und kann deshalb keine Erfahrungswerte weiter geben.

Viel Erfolg bei der Aufzucht von Amorphophallus Konjac und Co. wie Tränenbaum, Teufelszunge und so weiter!

Übrigens - Tränenbaum heist Amorphophallus Konjac auch deshalb, weil das recht üppige Blätterdach an fast allen Blattspitzen nach dem gießen eine "Träne", einen Tropfen hängen lässt! 

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