Wrocławer Zwerge und Wappen der Stadt, Weg der Geschichte (Ścieżka historii Wrocławia) 

An dieser Stelle sei erwähnt, das Wrocław (Breslau) zum einen die Partner-stadt Dresden´s (meine Geburts- und Heimatstadt) ist und im Jahre 2016 zur Kulturhauptstadt Europas geweiht wird, beides erfüllt mich mit beson-derer Freude! Die folgende Zwergengeschichte Breslaus faszinierte mich!

Nach der allgemeinen geschichtlich/historischen Betrach-tung möchte ich unseren Besuch in der niederschlesischen Universitäts-, Kunst-, Musik-,Messe- und Industriemetropole Breslau (Wrocław) mit ihrem wohl originellsten Highlight, den Breslauer Zwergen (Wrocławskie Krasnale) beginnen. Diese haben sich mittlerweile so sehr ins Stadtbild integriert, das sie zur touristischen Attraktion, ja zum Wahrzeichen avi-sieren, deren genaue Herkunft unterschiedlich interpretiert wird. Fakt ist, es besteht ein regelrechte "Zwergenjagd"!

Warum tue ich das: Erstens - In der Zeit der Reisevorbereitung habe ich zwar über diese Zwerge gelesen, doch wenn man diesen 30 bis 40 cm großen Bronzegnomen (auch Oder-kobold) pflasternah gegenüber kniet, hockt oder sogar liegt beim fotogra-fieren, ist das etwas ganz anderes!

Zweitens - Ein wesentlicher Faktor ist auch, das die Zwerge Teil der Freiheitsbewegung gegen die kom-munistische Zwangsherrschaft in Polen (Orange Alternative) waren und somit auch zu den indirekten Wegbereitern der deutschen Wie-dervereinigung zählen.

Und drittens, sie sind Botschafter

der Stadt Breslau und reflektieren 

die Geschichte, die Lebensweise, das Brauchtum und sind eine unverwech-selbare Identität. 2001 tauchte der erste (Krasnoludki) als Projekt von Absolventen der Akademie der "Schönen Künste" in Breslau auf. So richtig

begann es im Jahre 2004, als der Künstler Tomasz Moczek für 5 Skulpturen den Auftrag erhielt. Deren Zahl wächst unaufhörlich, derzeit sind es wohl 315 (09.08.15) (Zwergenkarte) genau weiß das wohl keiner, da ständig wel-che hinzu kommen und auch verschwinden! Inzwischen sind die kleinen Kerle mit dem GPS- System versehen, der dreisten Diebe wegen!

Papa (Dwarf) Zwerg steht an der Swidnicka an der Unterführung, das Zwer-genalbum/Liste kannst du hier einsehen - koniec!!!

Sammlung - WROCŁAWSKIE KRASNALE - Wroclaw Zwerge

Eine kleine Sammlung von Wroclaw Zwergen, die wir aufgestöbert haben. Wir entdeckten 31 Exemplare
Eine kleine Sammlung von Wroclaw Zwergen, die wir aufgestöbert haben. Wir entdeckten 31 Exemplare
Der Zwerg/Kobold Brunnen von Paul Pawlak (2007) am Puppentheater vor dem Nicolaus Copernicus Park
Der Zwerg/Kobold Brunnen von Paul Pawlak (2007) am Puppentheater vor dem Nicolaus Copernicus Park

Die Stadt Dresden hat übrigens auch einen Zwerg von der Partnerstadt Bres-lau anlässlich des 55. Jubiläums der Städtepartnerschaft erhalten. Er steht übrigens am Hietzigbrunnen neben dem Rathaus

Stadtwappen und Stadtsiegel von Wrocław (Breslau)

Das Wappen von Breslau beinhaltet den tschechischen Löwen, den piasti-schen Adler, den Buchstaben "W" für den legendären Herzog Wratisław I. 

(Wrotizław)den Begründer der Stadt (Burganlage Dominsel), den Kopf von Johannes dem Täufer unten rechts und als nicht slawisches Element den Kopf von Johannes dem Evangelisten, dem Beschützer der städtischen Rats-herren, das Symbol der deutschen Kolonisation.

Das Wappen wurde von Kaiser Karl V. ab 1530 verliehen. Es hatte fort-laufend bis 1938 Bestand. Danach von 1945 bis 1948 und wieder ab 1990!

Die Geschichte der Stadt Breslau/Wroclaw begegnete uns auf Schritt und Tritt. Sämtliche Epochen und Staatszugehörigkeiten spiegeln sich, speziell in der existierenden Bausubstanz wider. Da sie schon seit 1741 unter Friedrich dem Großen zum Königreich Preußen gehört, sind deutsche Einflüsse unver-kennbar. Die Stadt war und ist eine pulsierende Handels-, Wirtschafts-, Wis-senschafts- und Kulturmetropole in Europa sowie Dreh- und Angelpunkt Niederschlesiens. Wir konnten uns überzeugen!

Deren Sehenswürdigkeiten gibt es zu Hauf in Breslau/Wrocław. All diese in den fünf Tagen unseres Aufenthaltes zu besichtigen war schier unmöglich!

 

Welche ich/wir an dieser Stelle aber unbedingt erwähnen möchte, ist die vom "Weg der Geschichte", "Ścieżka historii we Wrocławiu" oder auch "The Path of History" bzw. "Breslauer Gehweg Timeline" vom Nankiera Platz, Ecke Ossolineum zur St. Vincent Kirche. Die 18 epochalen Bronze-platten in den Abmessungen 70 x 30 cm, die in den den Gehweg mit un-terschiedlicher Pflasterung integriert wurden, wurden von Prof. Hanna Jelonek (Akademie d. schönen Künste Warschau) und Mieczyslaw Koz-lowski entworfen und hergestellt. Das Design der Gedenktafeln besticht in seiner z.T. einfachen aber ausdrucksreichen Gestaltung und übt auch auf den "unwissenden" Betrachter eine neugierige Faszination aus, der es sich schwer fällt zu entziehen. Ich war und bin von dem Kunstwerk begeistert.

Den Anfang dieses Weges, der mit einer Nachbildung der Rathausuhr von Wroclaw habe ich in meiner Startcollage integriert, die nun folgt!

Der Weg der Geschichte - Ścieżka historii we Wrocławiu

Der Name des Ortes ist Wrotizla und es ist das Jahr der Gründung der Diözese/Bistum Breslau unter der Herrschaft von Bolesław I. im Jahr 1000. 

Nach Magdeburger Recht wird Wroclaw Stadt (1241), mongolischen Invasion im gleichen Jahr, die Stadt wird dem Erdboden gleich gemacht.

Stadt in den alten Grenzen, wird wieder aufgebaut, einschließlich Haupt-markt (Rynek) u. Salzplatz (Plac Solny), deutschen Kolonisten siedeln über.

1335, nach Tod Prinz Heinrich Piast, geht Wratslaw und Herzogtum Breslau, nach geschlossenen Abkommen, in die Herrschaft der Böhmischen Krone. 

1526, nach dem Tod von Louis II von Ungarn u. König von Böhmen gerät Bresslaw und Schlesien in den Besitz des österreichischen Hauses Habsburg.

Bressla erhält das gevierte Strom Wappen mit fünf Bereichen (was heute noch gilt), Wappenbrief vom 10. Juli 1530, verliehen durch Kaiser Karl V.

1633, in Breslau grassiert die Pest. Von den damals 36.000 Einw. rafft die Seuche 13.123 Ew. dahin, 1.406 werden gerettet. Breslauer Pestmünze!

1702, am 15. Nov. eröffnet die ehem. Jesuitenschule den Universitätsbetrieb. Kaiser Leopold I stiftet zwei Fakuläten, Philosophie u. kath. Theologie.

Resultat der schlesischen Kriege, ab dem Jahre 1741, Breslau und Schlesien kommen unter preußische Herrschaft. Armee Friedrichs II wird bejubelt.

Revolte der Schneider vom April 1793. 3000 Gesellen legten die Arbeit nie-der. Schlosser, Maurer, Tischler, Schuster schlossen sich an, Fazit 38 Tote.

Belagerung der Stadt (66 T Ew.) durch Napoleon (11/1806-01/1807). Kir-chen, Brücken u. Festungswerke werden zerstört, 20.11.1808 Abzug Napol.

1842, Breslau hat über 100 T Ew., 01.04. eröffnet die OSE Strecke Breslau-Ohla, später Hauptstrecke Breslau–Kosel–Myslowitz, Inbetriebnahme 1848.

20. Mai, Einweihung Jahrhunderthalle, Erbauer ist Stadtbaurat Berg. Nutz-fläche ist 10 T qm, 15 T Sitzplätze. Orgel hat 222 Register, 16 706 Pfeifen mit 185 klingenden Stimmen, zwei Glockenspiele, 13 Transmissionen.

1945, dunkelstes Kapitel der Stadt Breslau. J.F.Krause Festungskommandant, 01.04. Generalangriff der Russen, 06.05. Niehoff kapituliert bedingungslos vor Roter Armee, 400 bekannte Baudenkmäler sind zerstört, Ruinen-Ruinen!

26. August, Aufruf zum Generalstreik, als Solidarität mit den an der Ostsee-küste streikenden Arbeitern, 13.12.81 Beginn Kriegszustand, 12.04.82 heim-licher Sender "Solidarnosc” nimmt in Wroclaw seine Tätigkeit auf.

Vom 21. Mai bis 01. Juni findet der 46. Internationale Eucharistie Kongress statt. Papsts Johannes Pauls II ist Teilnehmer, Heilige Messe, Elisabethkirche am 19. Mai vom Heiligen Vater geweiht.

13. Juli, die Oderflut trifft Breslau mit voller Wucht, historischen Gebäude werden verschont, viele Wohnhäuser aus Gründerzeit schwer beschädigt, werden nach Ende der Überschwemmung abgerissen, 30% Breslaus total überflutet, 55 Tote in Polen.

2012, Europameisterschaft im Fußball in Polen und der Ukraine, in Wroc-lawer Stadion Miejski (Städtisches Stadion), Gruppe A hatte 3 Spiele in Breslau, Polen kam nicht über die Vorrunde hinaus.

Ich betrachte den "Weg der Geschichte" als ein herausragendes Kunstwerk, welches in seiner Einmaligkeit, in seiner Gestaltung, in seiner uneigenützigen Art die Geschichte einer Stadt über die Füße und die Augen auf zunehmen, ist es ausgezeichnet!

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